Cajamarca

Ohne eine Nacht in Chiclayo verbracht zu haben, sind wir abends um 22 Uhr mit dem nächsten Nachtbus nach Cajamarca ins Hochland gereist. Nach Ankunft um 4 Uhr morgens konnten wir glücklicherweise bereits im Hostel einchecken, so dass wir uns noch etwas ausruhen konnten.

Centro

Cajamarca bietet einen schönen Stadtkern kombiniert aus Bauten der Cajamarcakultur, Kirchen des Barocks und Gebäuden der Kolonialzeit.

Auf dem Cerro Santa Apolonia (von oben sieht man hier in allen Städten dieselben unverputzeten Häuser)

Besichtigt haben wir das Cuarto (Zimmer) del Rescate, die einzigen Überresten der Inka in Cajamarca. In diesen Mauern, deren Steine schon damals haargenau aufeinanderpassend gestapelt wurden, wurde der Inka-Herrscher 1533 nach Eroberung durch die Spanier unter Pizarro hingerichtet.

Cuarto del Rescate aus der Inkazeit

Die beiden im Ticket inkludierten Museen haben uns leider weniger zugesagt. Deren Inhalte beschrieben zum einen die Ausgrabungen durch die Japaner in Peru, deren Exponate weitere Gefäße und Schmuck aus Grabstätten verschiedener Kulturen waren, wie wir sie bereits gesehen haben. Zudem waren die Informationen für unser Empfinden auch hier sehr ungeordnet. Als wir schließlich in einen Raum mit Karnevalskostümen der heutigen Zeit gelangt sind, haben wir das Museum im Schnelldurchlauf beendet und nur noch einen Blick in eine barocke Kirche geworfen.

Iglesia Belén

Abseits des klassischen Tourismus haben wir trubelige Seitenstraßen gefunden, in denen überall auf Planen Obst und Gemüse angeboten wurden. Hier haben sich unglaublich viele Einheimischen versammelt und ihre Einkäufe erledigt. In einem Teil war auch ein Fleischmarkt, der durch die fehlende Kühlung und die späte Tageszeit jedoch auf Grund seines Geruchs nicht mehr sehr ansprechen war. Trotzdem hat uns dieser Teil der Stadt besonders gefallen, da er so authentisch war (und außerdem alles viel günstiger, als in Supermärkten und den kleinen Läden).

Ventanillas de Otuzco

Mit einem Kleinbus sind wir 45 min aus Cajamarca hinausgefahren, um eine Wand mit Grabkammern, hineingeschlagen in Vulkangestein, anzusehen. Diese wurden 1000 v. Chr. erbaut und über 2000 Jahre durch verschiedene Kulturen genutzt. Der Ort hat uns nicht besonders umgehauen und war etwas kleiner als erwartet, aber trotzdem sehenswert.

Ventanillas de Otuzco

Cumbe Mayo

Einen weiteren Ausflug haben wir zu einer heiligen Stätte der Kultur Caxamarca (vor Eroberung durch die Inka) gemacht. Nachdem wir eine dreiviertel Stunde vergeblich auf den Bus gewartet haben, zu dem wir uns durchgefragt hatten, haben wir uns schließlich doch dazu entschieden, eine geführte Tour zu nehmen, in die uns ein Ladenbesitzer vor Ort noch kurzfristig einschleusen konnte.

Mit dem Touribus voller peruanischer Großfamilien sind wir neun Kilometer bergauf von 2700 auf 3500 Höhenmeter gefahren, was durch die Straßenverhältnisse eine ganze Stunde gedauert hat. Der Aufforderung des Guides, nicht zu schlafen und die Aussicht zu genießen, habe ich mich prompt widersetzt. (Die meisten von euch wissen wahrscheinlich, dass mein Körper, sobald er nicht in Bewegung ist und mit Zusatz der magischen Wirkung von Verkehrsmitteln, in den Schlafzustand verfällt.) Gestraft wurde ich dafür durch die unbefestigten Straßen, die mir direkt einen blauen Fleck an der Schulter beschert haben, die ständig gegen die Fensterverkleidung geschaukelt wurde. Aufgewacht bin ich dafür bei sehr schönem Blick auf Steinformationen, die durch das Wetter im Vulkangestein entstanden sind.

Steinformationen bei Cumbe Mayo

Cumbe Mayo wurde vor 3000 Jahren genutzt, um mit den Göttern zu kommunizieren und deren Gunst durch Opfergaben zu erlangen, um die Regenzeit einzuleiten. Gut erhalten sind dort einige Hieroglyphen im Gestein in Schutzhöhlen der Menschen.

Wandmalereien

Auch die Opferstätte ist heutzutage noch gut ersichtlich. Diese besteht aus einem riesigen, rund geschlagenen, flachen Stein als Opfertisch und einem darunterliegenden schmalen Kanal, in dem das Blut abfließen sollte. Diese Rinne wurde bereits 1000 v. Chr. mit Werkzeug aus Quartz in den Fels geschlagen und erstreckte sich 9 Kilometer bis hinunter nach Cajamarca. Heutzutage sind davon noch 850 Meter erhalten – der Rest wurde beim Straßenbau zerstört.

Opferstein (links) und Kanal

Während viele der peruanischen Touris ständig damit beschäftigt waren, Fotos mit jedem einzelnen der Steine aus jedem Winkel zu machen, konnten Kathi und ich sehr viele Informationen von unserem Guide José erfragen. Dieser konnte alles, was uns interessiert hat, zufriedenstellend beantworten und sehr viel interessantes über Cumbe Mayo und die Kultur erzählen, so dass sich die geführte Tour absolut gelohnt hat.

Aguas Termales de Yumagual

Während allen Tourist:innen in Cajamarca ein Besuch der Thermalquellen der Baños del Inca empfohlen wird, sind wir einem Geheimtipp zu den Aguas Termales de Yumagual gefolgt. Diese liegen südlich von Cajamarca und sind innerhalb von 45 Minuten mit dem öffentlichen Bus und etwas Fußweg erreichbar. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden heißen Quellorten liegt darin, dass das Thermalwasser der Baños del Inca in gemauerten Becken geleitet wurde, während die Wasserfälle und Becken bei Yumagual in ihrem natürlichen Zustand belassen wurden. Außerdem waren wir dort den ganzen Tag über alleine.

Das unterste Becken der Aguas Termales de Yumagual

Das Wasser kam aus verschiedenen Stellen im Fels und jede Strömung hatte eine andere Temperatur von sehr heiß bis Badewannenremperatur. Der Geruch nach Schwefel und anderen Mineralien hat das entspannende Erlebnis noch zusätzlich verstärkt. Ohne es zu merken, haben wir dadurch ganze zwei Stunden in dem heißen Becken verbracht und dem Wasserfall gelauscht, die warmen Dämpfe eingeatmet und die Strömungen auf unserem Körper gefühlt.

Ausgiebiges Baden im Thermalwasser

Auf unserer Heimfahrt kam ein Gewitter mit starkem Regen, das bis zu unserer Rückkehr in die Stadt zum Glück vorüber war. Sichtbar waren die starken Niederschläge nur noch auf den Straßen und in der „Kanalisation“.

Kanalisation in Cajamarca

Chiclayo

Über Nacht sind wir mit dem Bus aus Máncora nach Chiclayo gereist. Da die Strecke nur 6 Stunden Fahrtzeit einnimmt, haben wir es uns von 3 Uhr nachts bis 7 Uhr morgens noch im Terminal „bequem“ gemacht und uns ausgeruht…

Ausruhen im Terminal um 3 Uhr nachts

Morgens sind wir dann erstmal auf die Suche nach einem Bus für die Folgennacht gegangen, in der wir die Stadt bereits wieder verlassen werden. Im Office der Gesellschaft konnten wir auch unser Gepäck lassen, so dass wir den Tag über die Zeit frei füllen konnten. Ein kleines Tageshighlight war der erste Supermarkt (sonst gibt es nur kleine Shops/ Tiendas), den ich seit Reisebeginn betreten habe, in dem wir sofort auf die Vollkornbrötchen zugesteuert sind (die es in Bäckereien etc. nirgends gibt).

Parque Principal de Chiclayo

Pirámides de Túcume

Mit einem Kleinbus (Colectivo) sind wir aus Chiclayo nach Túcume ins Tal der Piramiden gefahren, die ab 1000 n. Chr. errichtet und über Jahrhunderte von verschiedenen Kulturen, ursprünglich von Moche und zuletzt durch die Inkas, weiterentwickelt und genutzt wurden. Durch die Luft und natürliche Erosion sind die Fassaden der 26 großen Piramiden nichtmehr in ihrem ursprünglichen Zustand sondern gleichen eher Sandsteinbergen.

Pirámides de Túcume

Weil keine klare Struktur der Bauten erkennbar war, haben wir uns zuerst gewundert, wie diese Piramiden wohl errichtet wurden und ob einfach nur Gänge und Höhlen in Berge gegraben wurden. Die Infoschilder, wie wir sie in anderen lateinamerikanischen Museen schon kennengelernt haben, konnten uns zum Glück super aufklären…

Hilfreiche Infotafeln

Es wurden auch Innenräume freigelegt, in denen sich sowohl Wohnräume, als auch Tempelhallen und Gräber befunden haben. An einer Stelle konnte man auch fein bearbeitete Mauern sehen, die religiöse und mystische Symbole enthalten.

Innenraum einer Pyramide
Feine Mauerverziehungen in der Huaca de Balsas

Museum der Grabstätten Sipáns

Auf dem Rückweg haben wir nachmittags Halt in Lambayeque gemacht, wo uns ein Museum über weitere Ausgrabungen empfohlen wurde. Diese stammen aus weiteren Piramiden in der Region, die zur selben Zeit erbaut und erst in der zweiten Hälfte der 80er Jahre entdeckt wurden.

Dieses Museum hat uns sehr begeistert, da wir viele Informationen über die Geschichte, Kultur und Herkunft der gut erhaltenen bzw. restaurierten Ausstellungsstücke erhalten haben. Bei Ausgrabungen wurden aus den Grabkammern, die basierend auf der Rangordnung über mindestens 10 Stockwerke geschichtet waren, unzählige Gefäße und Schmuckstücke geborgen.

Gefäße für Nahrung, geborgen aus Gräbern

Die Ranghöchsten wurden dabei mit Schmuck aus Gold, Silber, Kupfer und Perlen übersät in Matten eingewickelt und umgeben von Nahrung, verpackt in mehreren hundert Gefäßen, in einen Sarg gelegt. Der Wert dieser Güter war für uns unberechenbar riesig. Um diesen Sarg herum wurden die Frauen und Kinder, sowie Wachleute, der Hund und ein geopfertes Lama (und teils sogar geopferte Frauen) beerdigt. Der hohe Stellenwert des Todes und der damit verbundenen Rituale hat uns sehr beeindruckt.

Grab des Señor Sipán und Gefolge

Máncora

Weiter ging unsere Reise in Badeschlappen am Strand der Nordküste Perus. Die letzten Tage im kleinen Touristenort Máncora haben wir etwas ruhiger am Meer verbracht.

Strand von Máncora

Trotzdem haben wir nicht nur in der Sonne faulenzt, sondern auch zwei Surfstunden genommen. Von der Surfschule haben wir das gesamte Equipment inklusive Neopren für den ganzen Tag geliehen bekommen und hatten anfangs jede einen eigenen Lehrer, der uns die Technik vermittelt hat und bei der Wahl der Wellen und erster Stabilität auf dem Board geholfen hat. Das Stehen auf dem Brett und der Welle hat viel besser geklappt, als ich erwartet hatte!

Bei der Surfschule haben wir viele weitere Stunden verbracht, in denen wir uns mit den Surflehrern (jung und alt), die alle hier in Máncora geboren sind, unterhalten haben und verschiedenes über ihre Vorstellungen vom Leben, der Gesellschaft und Politik erfahren konnten. Großes Thema ihrerseits war die (schlechte) wirtschaftliche Lage der Nation, kombiniert mit den vielen Einwanderern aus Venezuela, die sich in den letzten Jahren in Máncora angesiedelt haben.

Mit meinem Surflehrer Leo

Jeden Abend hatten wir außerdem einen einzigartigen Sonnenuntergang, egal ob am Strand oder auf dem Berg beim Leuchtturm.

Golden Hour beim Leuchtturm

An zwei Morgenden sind wir mit einem Boot aufs Meer hinausgefahren, um Wale zu beobachten, die aus der Arktis in wärmere Gewässer kommen, um sich zu paaren.

Walflosse beim Abtauchen

Neben Walen haben wir viele Meeresvögel, zum Beispiel Pelikane, beobachten können und eine Gruppe Delfine erspäht.

Delfine

Das in die Tour integrierte Schwimmen mit den Riesenschildkröten war uns, trotz mehrstündiger Fragerei bei verschiedenen Anbietern, zu kommerzialisiert… Die Tiere sind natürlich trotzdem beeindruckend gewesen!

Tortuga Verde

Cuenca

Die Gummistiefel der letzten Woche im Amazonas haben wir wieder gegen Sneakers und Wanderschuhe eingetauscht, um das Hochland um die Kolonialstadt Cuenca zu erkunden. Über Nacht sind wir mit einem Bus dorthin gefahren und haben beim Ausstieg morgens direkt das veränderte Klima mit der angenehm kühlen, frischen Morgenluft wahrgenommen.

Das gesamte Zentrum ist im Kolonialstil errichtet worden. Viele Gebäude sind Kopien von im spanischen Cuenca existierenden Bauwerken. Der Schönheit der Stadt nimmt das natürlich nichts, nur leider ist vieles so sehr be- und umbaut, dass man die Fassaden nicht in ihrer gesamten Pracht bewundern kann.

Plaza/ Parque Calderón

Mit einer Free Walking Tour haben wir die wichtigsten Gebäude der Stadt gesehen, von einem Kirchendach einen kleinen Überblick über die Stadt bekommen, den Markt besucht und einige Tipps zum Essen in Cuenca eingeholt.

Gerichtshof
Ausblick von der Cathedral de la Immaculada Concepción

Nachdem das Kulturmuseum Pumapunga Ruhetag hatte und das Museum der modernen Künste uns nicht lange in seinen Bann ziehen konnte, sind wir nach dem Mittagessen noch zu einem Aussichtspunkt hochgefahren.

Mirador del Turi

Cajas Nationalpark

Schon früh morgens um 6:20 Uhr haben Kathi und ich uns zum Busterminal begeben, um in den nahegelegenen Nationalpark zu fahren. Dort waren wir morgens um 8:00 Uhr die ersten Touristinnen des Tages auf knapp 4000 Metern Höhe.

Eine der vielen Lagunen

Bei strahlendem Sonnenschein und noch von der Nacht gefrorenem Boden sind wir die Ruta 1 losgelaufen, eine Wandertour vorbei an Lagunen und durch einen Wald. Die Höhe haben wir bei jedem kleinen Anstieg gemerkt, so dass wir gemütlich durch das einsame Grasland geschlendert sind.

Die Vegetation auf dieser Höhe besteht hauptsächlich aus Gräsern, Kakteen und Bodengewächsen, aber es sind auch einige bewaldeten Stücke vorzufinden.

Bosquete San Luis

Nach nur zweieinhalb Stunden Fußweg sind wir bereits wieder am Ausgangspunkt angekommen. Vom Schlafmangel und der Höhe erschöpft, haben wir noch etwas die Natur beobachtet, bevor wir mittags mit dem Bus zurück in die Stadt gefahren sind.

Museo de las Culturas Pumapunga

Mehrfach empfohlen und im Internet angepriesen wird das Museum Pumapunga, in welchem die verschiedenen Ethnien ausgestellt werden und alte Mauern im Garten erhalten sind. Durch die Ausstellungsräume haben wir eine kostenlose Privatführung erhalten, wobei uns die Dame leider auch nicht mehr erklären konnte, als auf den Tafeln stand – und diese waren für unseren Geschmack zu ungenau, da keine Jahreszahlen aufgeführt waren, in welchen die jeweiligen Volksgruppen die Regionen besiedelt haben. Außerdem war die Anordnung der Exponate nicht wirklich logisch nachvollziehbar. Von mir gibt es dafür keine Empfehlung. Immerhin das Wetter und der Außenbereich waren schön…

Garten des Museums

Eine Woche Amazonas

Über weit entfernte Bekannte haben wir das Projekt „Waponi Amazon“ entdeckt – eine zusammengehörige Gemeinschaft von ca. 40 im Regenwald in der Region Pastaza lebenden Indigenen der Kulturen Waorani und Qichua. Dort sind wir hingereist, um eine Woche gemeinsam mit ihnen zu leben und zu arbeiten.

Aussicht von der Hütte aus

Hintergründe zur Kultur Waorani

Im Verlauf der Woche haben wir einiges über die Herkunft, Traditionen und das Leben der Waorani erfahren. Die Kultur ist erst vor ca. 50 Jahren entstanden, als die Volksgruppe durch Missionare „zivilisiert“ wurde. Wir haben die Frau kennengelernt, die als junges Mädchen den ersten Kontakt nach außen hatte. Davor hat der Stamm vollkommen autark gelebt, kannte weder Zucker noch Salz.

Die interne Kommunikation findet viel auf der Stammessprache Waorani statt, wobei einige auch der Kultur Qichua zugehörig sind und deren Sprache (oder beide) sprechen und alle ebenfalls Spanisch beherrschen.

Familie hat einen hohen Stellenwert, einige Familien leben mit allen Generationen gemeinsam in einer Hütte mit geteiltem Schlafraum. Charakteristisch ist, dass Mädchen zum Zeitpunkt ihrer Fruchtbarkeit einen Partner zugewiesen bekommen, wobei der Anteil arrangierter Ehen in den letzten Jahren abgenommen hat. Das erste Kind wird traditionsgemäß mit 20 Jahren gezeugt und es folgen einige weitere Kinder (zwischen 8 und 12 Kinder pro Paar).

In der Comunidad sind die Häuser auf 10 000 Hektar Land verstreut, so dass man oftmals mindestens eine halbe Stunde zu Fuß auf matschigen Pfaden im Wald oder mit dem Kanu ein Stück auf dem Fluss zum nächsten Haus unterwegs ist. Jede Familie hat ihre eigene Landwirtschaft und pflanzt auf großen Plantagen hauptsächlich Yuca (Maniok) und verschiedene Bananensorten für den Eigenbedarf an. Auch Tiere findet man bei den Häusern, meist Hühner, Hunde und Katzen. Einige Lebensmittel werden trotzdem aus der Stadt hinzugekauft.

Die Leute pflegen regen Kontakt zur Außenwelt und bezeichnen sich selbst als zivilisiert. Sie sprechen heutzutage Spanisch wie in den Städten, besitzen Handys, empfangen Internet und tragen dieselbe Kleidung wie in den Städten. Zuvor bestand die Kleidung der Frauen aus einem Blätterrock und Schnüren um die Brust; Männer hatten nur einen einzigen Strick um die Hüfte mit dem das Glied hochgebunden wurde. Ihre Religion, Waorani sind wenn überhaupt religiös evangelisch, haben sie von den Missionaren übernommen.

Austausch findet auch statt, da die Comunidad selbst nur ihre eigene Grundschule mit einer einzigen Klasse hat, in der jedoch nur die absoluten Grundlagen gelehrt werden. Danach, ab der siebten Klasse, fahren viele Kinder mit dem Bus in die 30 Minuten entfernte Stadt, um eine weiterführende Schule zu besuchen. Trotzdem gibt es auch Familien, deren Kinder nach dieser Grundbildung nur noch praktisches Arbeiten von ihren Eltern lernen. Andere wiederum verlassen die Comunidad komplett, um zu Universität zu gehen.

Anreise

Aus Baños sind wir mit einem Bus nach Puyo gefahren, wo wir uns mit dem Organisator getroffen haben. Gemeinsam mussten noch Lebensmittel für die kommende Woche eingekauft werden – Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Nähe der Comunidad nämlich nicht wirklich.

Mit Kartons voller Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln sowie Reissäcken, anderen Plastiktüten und all unserem eigenen Gepäck sind wir zunächst knapp zwei Stunden nach Arajuno gefahren und dort in einen Pickup gestiegen, mit dem es weitere 30 Minuten in den Regenwald ging. Angekommen waren wir noch immer nicht, sondern mussten mit einem Kanu den Fluss hinunterschippern. Als wäre das nicht schon aufregend genug, war es inzwischen zusätzlich auch schon dunkel geworden. Selbst vom Ufer aus war es erneut ein stolzer Fußmarsch bis zur großen, abseits gelegenen Hütte, den wir mit all dem Gepäck zu fünft zurückgelegt haben.

Unsere Hütte, einsam im Amazonas

Die nächste Woche werden wir hier, gemeinsam mit dem Waorani Moi und dem Qichua Tito sowie Orne(la) aus Uruguay verbringen.

Nach der langwierigen Reise war es sehr angenehm, eine Möglichkeit zum Duschen zu haben: den Fluss. Auf den Weg dorthin ist uns außerdem schon die erste Schlange über den Weg gelaufen…

Tag 1: Kennenlernen der Umgebung

Früh morgens, als wir hinaus aufs Klo gehen wollen, haben uns direkt mehrere Affen und zwei Nasenbären begrüßt, die wir zuvor schon über das Dach aus Wellblech haben laufen hören. Dass sie so zutraulich waren liegt daran, dass die Affen hier aufgepeppelt wurden, nachdem sie verletzt, meist nahe der Stadt gefunden wurden. Außerdem werden sie hier regelmäßig mit frischem Obst und Gemüse gefüttert.

Mit dem zutraulichsten, aufgewecktesten Affen Geki
Bunte Auswahl an Obst und Gemüse selbst für die Tiere

Bei den anderen wurde aus dem ausgemachten sechs-Uhr-Aufstehen eher kurz vor sieben. Gemeinsam konnten wir schließlich Frühstück zubereiten und mit schöner Aussicht auf dem Boden sitzend essen.

Der Innenraum bei gedecktem Frühstückstisch (nachts liegen hier unsere Matratzen)

In der Zwischenzeit hatte es angefangen, stark zu regnen. Um kurz nach neun haben wir uns daher in Poncho und Gummistiefeln auf den halbstündigen Fußweg gemacht und sind zur Grundschule gelaufen, die heute nach den Ferien wieder begonnen hat und in der alle 19 Kinder der Comunidad von der ersten bis zur siebten Klasse unterrichtet werden. Der Regen wurde inzwischen von strahlendem Sonnenschein vertrieben. Nachdem wir uns kurz vorgestellt haben war unsere Aufgabe, die Außenwand bunt zu gestalten während die einzige Lehrerin mit den Kindern organisatorisches geplant hat.

Bemalen der Schule mit einem Kalender

Zu Beginn der Mittagshitze sind wir durch den Wald zur Hütte zurückgekehrt. Die anderen wollten sich nach dem Essen ausruhen, so dass Kathi und ich alleine die nahe Umgebung erkundet haben. Etwas später konnten wir auch Orne überzeugen, mit uns zum Fluss zu gehen, in dem wir uns baden konnten.

Badestelle am Fluss

Den Sonnenuntergang haben wir von vor der Hütte beobachtet. Gesellschaft haben uns dabei die Affen geleistet, von denen vor allem ein ruhiges Weibchen sehr genossen hat, von mir gekrault zu werden. Ich habe mich natürlich auch sehr über dieses kuschelige Tier gefreut.

Mit dem Affenweibchen

Für die kommenden Tage haben Kathi und ich uns gewünscht, die Nachmittage nicht nur hier abseits im Urwald bei der Hütte zu verbringen, sondern auch das Leben anderer Mitglieder und andere Aktivitäten kennenzulernen. Dass alle Häuser so weit entfernt voneinander liegen und es keine regelmäßigen Zusammenkünfte zum Essen oder Arbeiten gibt, hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Gerne würden wir die Handarbeiten sehen, in die Landwirtschaft schnuppern und eventuell angeln gehen – dazu haben wir nun eine Woche Zeit.

Tag 2: Bei der Schule

Als Freiwillige haben wir die Aufgabe, die Lehrerin vormittags zu unterstützen. Da die Kinder alle unterschiedliches Vorwissen haben, wird in Gruppen gearbeitet. Während ich die drei Erstklässlerinnen betreut und ihnen Aufgaben gestellt habe, hat Kathi mit den Drittklässler:innen gelernt und die Lehrerin mit den Älteren gearbeitet. Unterrichtet werden hauptsächlich Mathematik und Spanisch, aber auch Qichua. Das Ambiente ist durch die Kleingruppen etwas unruhig und für manche Kinder ist der Schulalltag noch neu, was das Unterrichten erschwert hat.

Der Klassenraum für die gesamte Grundschule

Weil für den Nachmittag wieder kein gemeinsames Programm geplant war, sind wir zwei alleine losgezogen, um die halbe Stunde durch den Fluss und Urwald zurück zu Schule zu marschieren. Dort haben wir die Lehrerin getroffen, die uns angeboten hat, sie zu der Familie dreier Schüler zu begleiten. Eine weitere halbe Stunde sind wir zu deren Haus spaziert, den täglichen Schulweg der drei kleinen Jungen durch die eigene Kochbananen- Yucaplantage, den Regenwald und über den Fluss. Die Großfamilie, bestehend aus Großeltern, Eltern und einigen der zehn Kinder lebt fast autarg in diesem Haus und hat uns von ihren täglichen Arbeiten erzählt.

Zwischen Yuca- und Bananenpflanzen

Glücklicherweise haben Kathi und ich uns auch auf dem weiten Heimweg nicht im Amazonas verlaufen, so dass wir nach dem Abendessen gemeinsam mit den anderen und zwei neu angekommenen ecuadorianischen Touristinnen am Lagerfeuer saßen. Moi und Tito haben uns dabei etwas von ihren Kulturen Waorani und Qichua erzählt.

Diese Nacht ist die erste, die wir im Zelt neben dem Fluss verbringen werden…riecht leider ziemlich feucht und trotz Netz war auch eine riesige Heuschrecke bei uns.

Tag 3

Nach dem Frühstück, das sich seit dem ersten Morgen täglich um eine weitere halbe Stunde verzögert hat, haben Kathi und ich den Fußmarsch zur Schule angetreten. Für diesen Tag war dort geplant, bei den sechs Kindern der vierten bis sechsten Klasse Englischunterricht (zum sich Vorstellen und dem Zahlenraum bis 20) zu halten. Da nur unregelmäßig Freiwillige in die Comunidad kommen, haben wir den Sinn etwas hinterfragt, weil die Lehrerin selbst diese Stunde nicht unterrichten kann. Außerdem sehen wir als viel wichtiger an, das Grundwissen des Lesens, Schreibens und Rechnens zu vermitteln, was sich als große Herausforderung gezeigt hat.

Mittags sind wir den weiten Weg zur Hütte gelaufen, um kurz später über denselben Pfad zurückzukehren, da wir bei den Eltern von Moi Mittagessen sollten. Dort wurde ein typisches Fischgericht (Fisch eingepackt und gegrillt in riesigen Blättern) mit selbst angebauten Yucawurzeln und Kochbananen serviert, das wir mit den Händen von eben diesen Blättern gegessen haben.

Unser Mittagessen (bzw. das von Kathi mit Fisch)

Wir haben noch einen Abstecher auf die große Plantage gemacht, auf der (nur für den Eigenbedarf) Yuca, Bananen, Papaya und andere Dinge abgebaut werden. Dort konnten wir auch zusehen (und probieren), die Yucawurzel aus der Erde zu ernten, was sich als Kraftakt herausgestellt hat.

Kathi und Orne beim Yucaernten

Zu guter Letzt sind wir ein weiteres Stück flussaufwärts zu einer Stelle gelaufen, an der die alte Erde durch einen Erdrutsch freigelegt worden war. Da diese besonders viele Mineralien enthält, kann diese als Heilschlamm auf die Haut aufgetragen werden und schützt gleichzeitig gegen Mücken. Für den Rückweg konnten wir in das Kanu steigen und von dort aus das Abendrot in den Wolken und den aufgehenden Mond beobachten.

Abendstimmung bei aufgehendem Mond

Tag 4: Handarbeiten

Der Tag hat direkt morgens mit klarem Himmel und strahlender Sonne begonnen. Darüber haben nicht nur wir uns gefreut, sondern auch viele Schmetterlinge verschiedener Farben, Muster und Größen, die wir über dem Fluss beobachten konnten. Die tropische Hitze war jedoch schon vormittags so gewaltig, dass wir Schattenplätze bevorzugt haben.

Ansammlung von Schmetterlingen

Die Gründerin der Comunidad hat uns stolz ihre Handarbeiten präsentiert: geknüpfte Taschen, Armbänder, Ketten und Federohrringe. Alle Materialien wurden eigenhändig aus dem Wald geholt und aufbereitet. Der Faden, bestehend aus Blattfasern und gefärbt mit verschiedenen Pflanzen, wird bis heute von Hand hergestellt, was auch wir ausprobiert haben.

Präsentation der Handarbeiten

Zur Show für die Touris wurde uns auch die traditionelle Kleidung vorgeführt, wir haben leichte Körperbemalung erhalten und einen Gruppentanz mit Gesang gelernt.

Traditionelle Waorani-Kleidung

Tag 5: Hausbau

Drei Generationen einer Familie haben begonnen, ein neues Haus in der Comunidad zu errichten. Zum Bauplatz, an dem gestern bereits die Grundpfähle aufgestellt und weitere Stämme gesammelt wurden, sind wir vormittags gegangen, um ebenfalls mit anzupacken.

Entfernen der Rinde mit einer Machete

Großeltern und (noch recht junge) Enkelkinder waren bereits alle am Werk, mit Macheten die Rinde der Bäume zu entfernen, was in der Hitze umhüllt von Insekten auf Dauer keinen großen Spaß macht. Selbst lbendig verbrannte Terminennester als Rauchquelle konnten gegen die Tiere nur schwer ankämpfen…

Natürliche Insektenabwehr durch einen brennenden Termitenbau

In nur acht Tagen soll das Haus fertiggestellt werden und ich bin gespannt, die Fortschritte vor unserer Abreise zu sehen.

Errichten des Grundgerüstes

Für das Mittagessen hatte Kathi noch den Wunsch, typische essbare dicke Würmer dieser Region zu fangen, die sowohl lebendig als auch gebraten gegessen werden können. Ich war gespannte Beobachterin, wie die Tiere aus einem vermoderten Palmenstamm geborgen und direkt probiert wurden. Kathi war vom Geschmack nicht überzeugt und auch der nächste Versuch nach dem Braten hat keine deutliche Verbesserung gebracht…

Lebendig angebratene Chontacuros…

Nach der größten Mittagshitze sind wir noch in den Urwald gegangen und haben einige Pflanzen kennengelernt. Überall lagen und hingen Lianen, an denen uns die Affen gefolgt sind und auf dem Boden haben uns auch der Hund und die Nasenbären verfolgt. Besonders interessant war ein Art von Limettenbäumen, in deren Ästen Ameisen leben, die sich Kathis Zunge natürlich auch nicht entgehen lassen hat. Außerdem war ein auffällig dicker Baum beeindruckend, der wahrscheinlich 3000 – 4000 Jahre alt ist.

Riesenbaum

Zum Haus zurückgekraxelt sind wir durch eine schmale Schlucht, bei der selbst die kniehohen Gummistiefel wieder einmal keine ausreichende Hilfe waren. Abenteuerlich und spannend war der Weg aber allemal und durch die Hitze war es kein Problem, die nassen Socken und Hosen beim Duschen im Fluss mitzuwaschen.

Rückweg durch die Schlucht

Abends hat uns nach mehrtägiger Regenpause ein plötzlicher Schauer mit starkem Wind und viel Regen erwartet, vor dem wir im Haus glücklicherweise ausreichend geschützt waren.

Tag 6: Wasserfall

Mit Tito sind wir morgens mit dem Kanu losgefahren, um anschließend zu Fuß weiter zu einem Wasserfall zu wandern. Mit sehr zügigem Schritt sind wir durch den Wald hinaufgestiegen, in dem wir den schmalen Pfad erstmal finden mussten.

Suche nach dem Weg unter frisch ageholzten Bananenpalmen

Bei kurzen Pausen zur Orientierung haben wir sehr viele besondere Insekten entdeckt, während eine Gruppe Affen sich von selbst bemerkbar gemacht hat.

Bestens getarntes Insekt

Nach einer guten Stunde haben wir den Wasserfall bereits erreicht, dessen Wasser einsam aus ca. 45m Höhe hinuntergeplätschert ist. Nachdem Kreislauf und Körpertemperatur wieder auf einem angenehmen Niveau waren, sind wir in nur 45 Minuten zurück zum Kanu gewandert – dieses Mal, ohne den richtigen Weg suchen zu müssen.

Der Wasserfall

Den restlichen Tag haben wir beim Haus verbracht, zu dem noch ein paar Besucher von außerhalb der Comunidad gekommen sind. Die Zeit ist verflogen, so dass bald die Dunkelheit eingebrochen ist und wir wie versprochen „Fische fangen“ gegangen sind. Dabei hatten wir nur eine Machete statt einer Angel, um den Tieren direkt im Wasser den Kopf abzuhacken. So weit ist es (leider?) nicht gekommen, da sich die Fische vor dem Licht des Mondes bereits versteckt hatten. Ein angenehmer Spaziergang durch den Fluss war es allemal.

Tag 7: Angeln

An unserem letzten Vormittag sind wir wieder einmal mit Tito losgezogen und eine Stunde im Fluss zu einer Lagune gewatet. Unterwegs haben wir nur kurz Halt gemacht, um neue Angelruten zu schneiden und den Boden nach Würmern als Köder abzusuchen. Trotzdem hatten wir wieder keinen Erfolg beim Angeln…

Angeln bei der Lagune

Auf dem Rückweg ist es zumindest Tito gelungen, im großen Fluss noch zwei kleine Fische zu fangen.

Frische Fische inklusive Eiern

Nachmittags sind wir abgereist, um mit dem Bus über Arajuno und Puyo nachts weiter nach Cuenca zu fahren.

Bei Sonnenschein im Kanu

Baños

Baños de Agua Santa – eine Kleinstadt die hauptsächlich vom Tourismus lebt. Kathi und ich dachten uns, auf der Durchreise trotzdem einen Stopp hier einzulegen und hoffentlich Ausflüge abseits der Massen zu finden. Hier hatten wir übrigens erneut „kurze Hose und T-Shirt“-Wetter, was alle Unternehmungen meiner Meinung nach direkt viel angenehmer macht. Aber auch der erste Regentag hat uns hier erwartet und unsere Pläne etwas umgekrempelt.

ca. 10 000 km nach Hause

Ruta de las Cascadas

Fahrräder ausleihen und los: die 20km-Tour hat uns an sehr vielen kleinen und großen Wasserfällen vorbei (und einmal auch unten durch) geführt. Zu kämpfen hatten wir zu Beginn mit starkem Gegen- und Seitenwind, sowie Staub in den Augen und Abgasen in der Lunge, da wir teilweise leider an der recht befahrenen Straße radeln mussten. Der Weg war in diesem Fall nicht primär das Ziel, aber die Unbequemlichleiten haben sich letztendlich durch schöne Aussicht und eine tolle Atmosphäre bei den Wasserfällen ausgezahlt.

Schöner Abschnitt abseits der Straße – sicher mit Helm unterwegs

Der höchste Wasserfall war der Pailón del Diablo mit ungefähr 80m Höhe, auf den man von einer Hängebrücke und einer Plattform (direkt neben den in die Tiefe stürzenden Wassermassen) eine beeindruckende Sicht hatte. Gefehlt haben leider Informationstafeln (die ich als Kind immer so verabscheut habe, da die Eltern dort immer alles lesen wollten) mit Fakten, wie viel Wasser beispielsweise pro Sekunde mit welcher Geschwindigkeit den Wasserfall herunterkommt.

Cascada Pailón del Diablo
Wege über Hängebrücken

Danach haben wir uns entschieden, die Route noch bis zum nächsten Wasserfall zu verlängern, was sich total gelohnt hat! An dieser Stelle könnten wir auf einem bewachsenen Pfad bis an den Fuß des Wasserfalls Machay absteigen, an dem wir keine Menschenseele angetroffen haben. Durch die Sonne tauchte ein intensiver Regenbogen in den schillernden Wassertröpfchen auf und das tosende Naturspektakel zog uns in seinen Bann. Hier hat es uns, naturbelassen und einsam, eindeutig am Besten gefallen.

Die zwei Wasserfälle der Cascada Machay
Regenbogen bei der Cascada Machay

Danach sind wir noch ans Ufer des Río Verde gegangen, haben die Sonne auf den warmen, glatt ausgewaschenen Steinen genossen und einen wohl verdienten Mittagschlaf gehalten.

Für den Rückweg haben wir es uns dann inklusive Fahrrädern im Laderaum eines Kleinlastwagens „bequem“ gemacht…Sicherheit im Straßenverkehr und Ladungssicherung würden in Deutschland ganz anders aussehen:)

Reisen auf ecuadorianische Art

Ziplining Canopy

Morgens beim Aufwachen mussten wir feststellen, dass der Regen vom Vorabend angehalten hat. Das Ziplining, das für 9 Uhr geplant war, haben wir deshalb erstmal abgesagt… Dafür war dann Zeit, noch einmal nach Deutschland zu telefonieren, Karten zu spielen und zu kochen.

Nachdem es um 14 Uhr aufgehört hatte, setzten wir einen neuen Versuch an. Im Wald angekommen mussten wir zwar feststellen, dass die Regenwolke dort noch immer in den Baumgipfeln hing, aber ließen uns davon nicht abhalten.

Das Seil der Bahn, deren Ende nicht in Sicht ist

An sechs Leinen konnten wir in verschiedenen Positionen durch den Wald, über Flüsse und Täler „fliegen“.

Sicherheit geht vor

Die Tropfen haben dabei nicht weiter gestört und wir konnten die Aussicht normal sitzend, als „Superwoman“ mit dem Kopf voraus und sogar kopfüber genießen.

„Superwoman“

Zwischen den einzelnen Ziplines sind wir teilweise durch den Wald gestapft, um wieder etwas Höhe zu gewinnen. So konnten wir immer wieder hinab bis zur im Nebel verborgenen Zielplattform düsen.

Perspektivwechsel

Wie unser Hostelbesitzer so schön gesagt hat: ES ist nicht kalt, UNS ist kalt. Oder auch: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wir hatten beide auf jeden Fall viel Spaß bei diesem etwas anderen, besonderen Ausflug!

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