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Arequipa

Inzwischen sind wir an unserem südlichsten Punkt der Reise angekommen. Die Stadt Arequipa auf 2335m hat uns mit Sonnenschein begrüßt, so dass die weißen Gebäude der Kolonialzeit, gebaut aus Vulkangestein, gestrahlt haben.

Basílica am Plaza de Armas

Der Beiname „weiße Stadt“ kommt jedoch wahrscheinlich nicht von der Farbe der Bauten, sondern führt auf den höchsten europäischen Bevölkerungsanteil in der peruanischen Stadt zurück. Der durch die Kolonialisten einhergehende Reichtum schlägt sich in gepflasterten Straßen und gut erhaltenen Innenhöfen mit Dachterassen nieder. Das Spazieren durch das gesamte Zentrum, welches sehr sauber ist und die Häuser am Straßenrand gut erhaltenen und gepflegt sind, hat uns daher besser gefallen, als in den vorherigen Städten.

Stimmungsvoller Freitagabend im Zentrum

Bei einer Free Walking Tour hat unser Guide uns einiges über die Stadt und ihre Geschichte erzählt. In der einst von Indigenen bewohnten Region Arequipa haben die ankommenden Spanier, unterteilt in verschiedene Mönchsorden, diese Stadt gegründet. Diese wurde durch die pompösen Bauten und die Lage am Fuß von drei Vulkanen als UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Im Hintergrund der Vulkan Chachani (6057m)

Um die Einheimischen zu missionieren, wurden Elemente derer Kultur von Mönchsorden beim Kirchenbau in den Katholizismus (Fassaden und Gemälde) integriert. Beispielsweise wurde das typische Gericht Cuy (Meerschweinchen) mit Mais und Chilischoten auf einem Gemälde des letzten Abendmahls in der Kirche der Jesuiten abgebildet, was für mich wie ein schlechter Witz wirkte, aber anscheinend zur Bekehrung funktioniert hat.

Iglesia de la Recoleta

Neben den vielen Kirchen ist vor allem das Kloster Santa Catalina bekannt, das 1579 gegründet wurde. Die zur damaligen Zeit dort lebenden Nonnen waren alle Töchter reicher Familien, die ins Kloster geschickt wurden, um diese von ihren Sünden reinzuwaschen.

Kirche des Klosters Santa Catalina

Da die Nonnen nach strengen Vorschriften lebten, die ihnen untersagt haben, jemals die Mauren zu verlassen, wurde das Kloster selbst wie eine Stadt erbaut, die aus 80 Häusern bestand. Zur Hochzeit lebten 150 Nonnen und die doppelte Anzahl an Bediensteten innerhalb der Mauern. Seit 1970 sind die malerischen Gassen und ehemaligen Wohnräume für die Öffentlichkeit zugänglich – seitdem leben die Nonnen, deren Anzahl sich auf nur 15 reduziert hat, in neueren Gebäuden nebenan.

Zwischen den bunten Häusern des Klosters Santa Catalina

Ein Erlebnis anderer Art war der Besuch im Museum Mundo del Alpaka, in dem die Produktion von Kleidung aus Edelfasern Schritt für Schritt vom der Reinigung der Wolle über das Spinnen der Fäden bis zum Weben der Stoffe erklärt wurde.

Lamawolle vor der Verarbeitung

Highlight der Ausstellung waren die lebendigen Alpakas und Lamas, zu denen man sogar ins Gehege gehen und sie füttern durfte.

Alpakas füttern

Wie in jeder Stadt hier gibt es auch in Arequipa einen (bzw. mehrere) Markthallen, in denen man an den vielen kleinen Ständen alle möglichen Produkte kaufen kann.

Mercado el Camilo

Besonders schön bunt waren die Obststände, an denen die Waren ordentlich sortiert angeboten wurden.

Jede Menge bunte Obstsorten
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